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Geschichte von Erfweiler

Erfweiler um 1910

Die Einwohnerzahlen des Ortes Erfweiler stiegen nur langsam an. 1749 gab es 174 Einwohner, 1837 genau 491, um 1900 an die 550. 1960 waren es ca. 1000 und heute sind es 1.270. Die Menschen ernährten sich in den frühen Jahren hauptsächlich von der Land- und Holzwirtschaft. Ende des 19. Jht. entwickelte sich die Schuhindustrie. Es gab kleinere Betrieb im Ort und größere Betriebe in Dahn, Hauenstein und Pirmasens, die den Menschen ein Einkommen ermöglichten. Die hohe Zeit der Schuhindustrie lag vor und nach dem 2. Weltkrieg. Noch vor 1970 begann der Abstieg des Industriezweiges, in dem heute nur noch wenige Arbeit finden. Landwirtschaft wird keine mehr betrieben. Seit 25 Jahren ist eine kontinuierliche Zunahme des Tourismus zu beobachten.


Die Geschichte von Erfweiler ist eng mit den Dahner Schlössern den verbunden. Der Ort wird erstmals im Jahre 1353 erwähnt, als es bei den Dahner Herren zu Erbstreitigkeiten kam. Zuerst wird Erfweiler als Hof (villa = Weiler) bezeichnet. Später werden die ursprünglichen Ortsteile Ober- und Unter- Erfweiler benannt. Außer in den Jahren 1556 - 1603 waren die Erfweiler Bürger immer katholischen Glaubens, zumal Erfweiler nach dem Aussterben der Dahner Ritter zum Hochstift Speyer gehörte. Es wird berichtet, dass Erfweiler im Jahre 1635 durch die Folgen des 30 jährigen Krieges eine Zeit unbewohnt war. Der Landesfürst ließ nach diesem Krieg Menschen aus anderen Gebieten wie z.B. Wallonien, Lothringen, Tirol hier ansiedeln. Ab 1687 besaß der französische König hier Hoheitsrechte. Im Jahre 1793 wurde die Pfalz von Frankreich besetzt und danach das bürgerliche Gesetzbuch "Code Napoleon" eingeführt.  1816 wurde im Wiener Kongress die Pfalz dem Königreich Bayern zugeschlagen. Erfweiler blieb bayrisch bis zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz im Jahre 1946.


Die Bücher der Pfarrgemeinde Dahn, von wo die Gemeinde Erfweiler bis in die Neuzeit betreut wurde, liefert die meisten Informationen zur Geschichte des Ortes. Schon 1585 wird eine "St. Wolfgang Kapelle" erwähnt. Das Kirchlein war bereits 1739 verfallen, so dass man 1742 eine andere Kirche baute. Diese stand im Oberdorf und hatte eine Größe von ca. 50 m². Die Kirche hatte einen kleinen Turmreiter mit zwei Glocken (vgl. Bild, Kirche wurde 1903 abgerissen). Da die Gemeinde langsam wuchs, musste im Jahre 1900 eine neue Kirche gebaut werden. Die neue Kirche steht im Mitteldorf und ist im neugotischen Stil ausgeführt. Zu erwähnen sind Heiligenfiguren aus der frühen Gotik sowie eine denkmalgeschützte Orgel aus dem Jahre 1915.


Die schulisch Betreuung erfolgt in den frühen Jahren von Dahn aus. Ab 1792 ist in Erfweiler ein eigener Lehrer angestellt. 1880 wird ein Schulgebäude gegenüber der Kirche gebaut, das bis 1959 genutzt wird. 1959 erhält Erfweiler die neue St. Wolfgang Schule mit 4 Schulsälen. Seit 1976 besteht das Schulzentrum in Dahn mit Grund-, Haupt, Realschule und Gymnasium. Die Schule von 1959 dient heute als Dorfgemeinschaftshaus.

Weitere Informationen bei www.erfweiler2.de/ERF/ERF31_Geschichte.html

Erfweiler um 1910
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